Vorstand
Der Vorstand der HeGSP trifft sich regelmäßig zur öffentlichen Sitzung.
Sie sind herzlich eingeladen.
Nächste offene Sitzung des Vorstandes:
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Termin:
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Donnerstag, 26. Januar 2012, 18:00 Uhr
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Ort:
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Café Cosmopolitain, Frankfurt am Main, Hauptbahnhof
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Themen:
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• Vorbereitung einer Veranstaltung zum Thema
"Psychisch erkrankte Jugendliche"
im Mai 2012
• Workshop zum Thema "Erfahrene beraten Betroffene"
• Inklusion in Hessen
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Haben Sie Themen oder Anfragen?
Schicken Sie uns bitte eine
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oder benutzen Sie unser
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Die DGSP-Hessen will vierteljährig Artikel, Meinungen, Kolumnen, Stellungnahmen
zu aktuellen Themen von Mitgliedern und Gästen auf dieser Seite veröffentlichen
und zur Diskussion stellen. Die Themen sollen sich insbesondere auf die Fortschritte
in der hessischen Psychiatrie beziehen.
Sie können zu den dargestellten Themen
auch kritisch Stellung beziehen und uns ihren Beitrag über unser
Kontaktformular
mit einem Hinweis auf Erlaubnis zur Veröffentlichung auf unserer Seite senden.
Wir beginnen mit dem folgenden Beitrag eines Mitgliedes aus Friedrichsdorf:
bringt´s auf den Doppelpunkt:
Soll die
-Pfannkuchen-Ladenkette
das vitos:-Gemeinschaftsgefühl stärken?
Die Eigenbetriebe des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) werden (spät) vom Zeitgeist (Marktorientierung)
erfasst und heraus kommt ein Betrieb mit dem Namen "Vitos", einem "Corporate Design" (Farben)
und last but not least einem "Claim (Slogan)".
Bei so viel Wandel ringt man mit den fitting words.
Im neuen Möchtegern-Konzern tritt
Scott Livengood
("DAS WICHTIGSTE IST ZU ENTSCHEIDEN, WOFÜR MAN STEHT, WAS MAN DARSTELLT, WAS FÜR EINEN WICHTIG IST
UND WAS MAN WERT IST.") die Nachfolge von
Philipp dem Großmütigen an.
Scott Livengood, der frühere Chief Executive Officer (von
CBS Market Watch
zum schlechtesten Generaldirektor des Jahres 2004 gewählt)
der Krispy Kreme Ladenkette steht für *glasierte Doughnuts*,
jene Art Pfannkuchen (meistens warm serviert), die beim Reinbeißen Hungergefühle beachtlich steigern.
Krispy Kreme Doughnuts Inc. (KKD) wirbt damit, dass keine Dividende gezahlt wird.
Dies könnte nicht die einzige Gemeinsamkeit mit vitos: sein.
Taufpaten des zukünftig unverwechselbaren Betriebs zwischen Bad Emstal und Heppenheim
sind Griechen und Römer: Aus "vita" (lateinisch für Leben) und "bios" (griechisch für Leben)
wird "Vitos" (hessisch für Doppelleben). Wird hier perspektivisch auf die Kraft der zwei Herzen (Doppelherz)
und damit eventuell auf eine Veränderung der Behandlungsstrategie angespielt:
Weg von der Chemie (Behandlung mit Pharmaka), hin zur Behandlung mit Naturheilmitteln?
Oder vernimmt man hinter dieser doppelt abgesicherten Namensgebung griechisch-römisches
Pfeifen im Wald, das Ängste, gar Überlebensängste verdecken soll?
Schluss mit Spekulationen; hier kommt Vitos-Präzision:
Der neue Betrieb claimt als "Alleinstellungsmerkmal" "Kompetent für Menschen" zu sein.
Jetzt wissen wir es aber!
Da hat jemand gebrüllt und schiebt nach, dass die Erfahrungen dieses besonderen
Betriebes Menschen zugutekommen, die "krank, behindert oder sozial benachteiligt sind".
Wo diese Menschen erreicht werden, entzieht sich ebenso wie die Benennung von Methoden und Zielen
der weiteren Präzision.

Macht auch nichts: Bisher hat es keiner der zukünftigen "Verlierer des Marktgeschehens"
für nötig befunden,
auf "Claim" und "Alleinstellungsmerkmal" des selbst ernannten Platzhirsches zu reagieren.
Heiße Luft kühlt von alleine ab.
Gleichzeitig aufkommende Impulse von Wut und brüllendem Lachen lösen Lyriks zum Logo
und zur Farbcodierung aus: "In der weichen runden Form der Schrift spiegelt sich Fürsorge wider".
"Grün wird assoziiert mit Hoffnung und ist eine sehr positive Farbe."
Was für eine Sinnfindung!
Was soll nun aus dem alten neuen Betrieb werden?
Die "strategische (= ideologieanfällige) Neuausrichtung" bedeutet flexible Anpassung
an Marktanforderungen (durch "funktionale und flache Strukturen"),
bauliche Veränderungen ("Hotelqualität", Leistungstransparenz
("psychiatrische Leistung messbar machen"),
in der Psychiatrie Ausbau störungsspezifischer Angebote und den Start von "Satelliten",
die "die gemeindenahe psychiatrische Versorgung sichern",
in der Administration "die Entwicklung und (der) Aufbau von Controlling."
Außer mit den Plänen zum Satellitenstart und zum Aufbau störungsspezifischer Behandlungsangebote
bietet das Vorhaben das übliche Wir-bringen-den Laden-auf-Vordermann-Gehabe.
Also im Prinzip nicht mehr als eine besonders amüsante, unfreiwillig komische Betriebswirtschafts-
und Marketingselbstdarstellung?
Leider nein. Die Konkurrenten mögen angesichts dieser Art der Selbstdarstellung gelassen bleiben,
die Kunden haben Anlass zur Unruhe:
- Der Konzern hat eine Leitung und die kostet Geld.
Woher kommt dieses Geld?
Die Abgaben der Betriebe an die Zentrale sollen jetzt schon um ein Drittel gestiegen sein.
- Hochglanzprospekte sind der Anfang.
Auch Schaumschläger müssen irgendwann handeln.
Die moderne gemeindepsychiatrische Versorgung à la Vitos soll von großen Zentraleinrichtungen
mit vielen Spezialabteilungen gesteuert werden
und per Satellit mit den Gemeinden vernetzt werden.
Das ist das Konzept einer völlig unwissenschaftlichen, absurden,
wahnwitzigen Betriebswirte-Psychiatrie.
Es besteht durchaus die Gefahr, dass die Konzernleitung von Vitos mit solch eigenartigen Konzepten
Fehlentwicklungen anstößt, diese Entwicklungen zur Modernisierungsblase aufbläst,
um sich nach deren Platzen die Hände in reichlich Abfindung zu waschen.
So, wie sich dieser Betrieb darstellt, haben Kommunalpolitiker, Menschen mit Behinderungen
und Krankenkassen, sowie deren Beitragszahler in Hessen allen Grund, sehr aufmerksam zu sein.
Alle mit " " eingegrenzten Zitate entstammen der Broschüre:
"Aus der LWV-Gesundheitsmanagement GmbH und ihren Tochtergesellschaften wird Vitos".