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Über 100 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer hatte die gemeinsame Veranstaltung
von DGSP-Landesverband Hessen e.V. und der Landesgruppe Hessen des Bundesverbandes
der Berufsbetreuer e.V. am 05. Mai 2011 in Frankfurt am Main.
Thema: "Nicht gegen meinen Willen - Patientenverfügung und Behandlungsvereinbarung
bei psychischer Erkrankung: Selbstbestimmungsrecht, Einwilligungsfähigkeit,
Behandlungsverweigerung und die Folgen."
In der Folge einige Bilder, Eindrücke und Beiträge:
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Die Begrüßung übernahmen Constantin v. Gatterburg (DGSP) und Klaus Buxbaum (BdB)
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Prof. Dr. Asmus Finzen (Basel)
Patientenverfügung bei psychischer Erkrankung - Eine Herausforderung für die Behandlung.
Download:
Patientenverfügungen und psychische_Krankheit (PDF-Datei, 74 kB)
und mehr unter www.finzen.ch
Nicht nur als Referent, sondern auch
als Diskussionsteilnehmer
macht Dr. Asmus Finzen sich für Patientenrechte stark
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Annette Loer (Richterin am AG Hannover)
Einwilligung und Patientenverfügung bei psychischer Erkrankung aus rechtlicher Sicht
Download:
Patientenverfügungsgesetz (PatVerfG) bei psychischer Erkrankung (PowerPoint-Datei, 221 kB)
Zahlreiche Nachfragen ...
Annette Loer
und
Moderatorin Hilde Schädle-Deininger
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Marite Pleininger-Hoffmann (Dipl.-Sozialpädagogin, Bielefeld)
Behandlungsvereinbarungen in der Akutpsychiatrie-Gewinn für Psychiatrie-Erfahrene
und Mitarbeiter
Download:
Behandlungsvereinbarungen (PowerPoint-Datei, 35 kB)
Eindrückliche Fallschilderungen und nachahmenswerte Praxis.
Marite Pleininger-Hoffmann
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Klaus Buxbaum (Berufsbetreuer, Lich)
Patientenwille und rechtliche Betreuung in der Praxis
Eine Fülle von Praxisbeispielen aus dem Alltag eines Berufsbetreuers.
Klaus Buxbaum
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Ganz subjektiv - Tagungsbewertungen/Statements
Was habe ich Neues erfahren?
Burkard Held, Fachkrankenpfleger für Psychiatrie und Fachbereichsleiter,
Gisela Petersen, Angehörigengruppe psychisch Kranker, Darmstadt,
Andreas Wagner, Bürokaufmann, Rentner, Babenhausen
plädieren für starke Netzwerke, Respekt vor dem Patientenwillen
und Transparenz in der Behandlung
Schlussworte von Klaus Buxbaum, Constantin v. Gatterburg
und Moderatorin Bettina Scholtz
Die Tagung am 23. Oktober 2008 in den Räumen von "Hoffmanns Höfen" war restlos ausgebucht.
Vor und während der Tagung nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit,
sich die Ausstellung "Erfahrungsschatz - Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung
als Lebenslehrer und Genesungshelfer. Porträts in Wort und Bild" anzusehen.
Näheres unter:
www.irremenschlich.de
Prof. Dr. Hartmut Berger, Ärztlicher Direktor des Zentrums für Soziale Psychiatrie - Philippshospital
Riedstadt berichtete über vielversprechende Untersuchungen,
die den Stellenwert von Prävention und Gesundheitsförderung auch wissenschaftlich belegen.
Powerpoint-Präsentation:
Gesundheitsförderung und Prävention; (4,7 MB)
Prof. Dr. Thomas Bock aus Hamburg musste kurzfristig absagen, so dass für Herrn J. Wittek
vom Landesverband Hessen der Psychiatrie-Erfahrenen Gelegenheit bestand,
die Teilnehmer mit Hintergrundinformationen über die Ausbildung
im Rahmen des "Experienced-Involvement" zu versorgen.
Er befand sich gerade auf dem Weg nach Bremen, um am ersten Teil der Ausbildung teilzunehmen.
Ziel ist es, dass Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung ihre Kenntnisse und Erfahrungen
in verschiedenen Zusammenhängen als Lebenslehrer und Genesungshelfer einbringen
und so zu einem (Pflicht-)Bestandteil von Präventions- und Gesundheitsförderungs-Arbeit werden.
Die Ausbildung Ex-In soll Moderationsfähigkeit und eigene Stärken fördern und dazu befähigen,
eigenständig zu entscheiden, wie und wo dies professionell zum Einsatz kommen kann.
Näheres unter:
www.ex-in.info
Timo Kläser, Dipl.-Sozialarbeiter und Helga Epbinder, Rentnerin aus Heppenheim stellten
ihre Zusammenarbeit im Schulprojekt "Verrückt?! Na und!" im Kreis Bergstraße
anschaulich und spannend vor.
Powerpoint-Präsentation:
Vorstellung Schulprojekt (2,1 MB)
Panja Göttling, Fachwirtin für Sozialdienste und Mitarbeiterin des Sozialpsychiatrischen Zentrums
in Biebesheim stellte die Unterstützung der Kinder psychisch kranker Eltern im Zentrum vor.
Nähere Informationen bei der Autorin:
www.spv-gg.de SPV Groß-Gerau, Zentrum Biebesheim
Zum Abschluss gab uns Fritz Bremer, Geschäftsführer der "Brücke Neumünster e.V."
und des "Paranus-Verlag" noch Stoff zum Nachdenken mit auf den Weg.
Nachzulesen unter:
InklusionDeviant.pdf (PDf-Datei 45 kB)
Und hier noch einige "bildhafte Eindrücke von der Tagung"
Prof.Dr. Hartmut Berger und Auditorium |
Auditorium |
H.-J. Wittek |
Timo Kläser |
Panja Göttling |
Helga Epbinder |
Auditorium mit Hilde Schädle-Deininger und Fritz Bremer |
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120 interessierte Bürgerinnen und Bürger diskutierten in Frankfurt über
Perspektiven und Hilfen für Demenzkranke in Gesellschaft und Medizin.
Am Mittwoch dem 20. Februar 2008 hatte der Landesverband Hessen der DGSP
gemeinsam mit dem Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte (VDÄÄ) zum Diskussionsabend
mit einem Vortrag von Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner aus Hamburg.
Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellung der beiden Organisationen
durch Dr. Dorothee Löber-Götze für den VDÄÄ und Holger Heupel für die DGSP-Hessen,
stellte Klaus Dörner zunächst in seinem Vortrag die menschheitsgeschichtlich völlig
neuartigen Herausforderungen und Aufgaben vor, die die neue menschliche Seinsweise der
Demenz an die Strukturen und Organisationsformen der medizinischen und sozialen Hilfesysteme stellt.
Während die "Proceedings" der klinischen Wissenschaften immer neuere Vorboten der Demenz ausmachen
(z. B. Schädigungen in Ruhenetzwerken des Gehirns bei Alzheimer-Demenz),
und sich die medikamentöse Behandlung mit Antidementiva weiter verbessert hat,
verweigern sich Gesellschaft und Staat bisher immer noch einer umfassenden Diskussion
des größer werdenden Hilfebedarfs bei Dementen und Alterspflege-bedürftigen.
Im 2. Teil und der anschließenden sehr munteren Diskussion zeigte Klaus Dörner Wege
zu einem neuen Hilfesystem auf und erinnerte daran,
dass das Helfen zu Beginn der Moderne auch Sache des Bürgers,
insbesondere der Haushalte und Nachbarschaften gewesen ist.
Hier liegen die Potentiale des gesellschaftlichen Bedarfes an Hilfe,
die mit Kreativität und Phantasie genutzt werden müssen.
Das spannende Tagungsthema hat trotz scheußlichem Wetter mit Dauerregen
über 100 Interessierte nicht davon abgehalten, nach Fulda in die Hochschule
zu kommen.
Darunter erfreulicherweise eine große Zahl von angehenden KollegInnen aus
Pflege und Sozialpädagogik.
Eingangsfragen:
Der vollständige Text ist ab Januar 2008 in "Sozialpsychiatrische Informationen" veröffentlicht.
Prof. Petra Gromann über die Bedürfnisse der Nutzer und Netzflicker:
"Webfehler oder Netz mit Löchern?" Ergebnisse einer qualifizierten Befragung.
Das Besondere dabei: Psychiatrie-Erfahrene waren schon im Vorfeld intensiv bei
der Zusammenstellung der Fragen einbezogen.
Download Vortragsfolien:
Powerpoint-Präsentation (90 kB)
oder
PDF-Datei (111 kB)
Dipl.-Psych. Christel Achberger konnte über die Auswirkungen der neuen
Sozialgesetzgebung auf Nutzer/nnen durch eine Umfrage berichten.
Ergebnis: Es gibt armutsverstärkende Faktoren (Heimaufenthalt, dauerhafter
Ausschluss von Arbeit und Beschäftigung u.a.) und Faktoren, die geringer
Wirken, wie Zuzahlungen.
Download Vortragsfolien:
PDF-Datei (27 kB)
Prof. Heike Dech stellte erfolgreiche vernetzte Strukturen von ambulanten Hilfen am
Beispiel Großbritannien vor. Behandlung, Betreuung und häusliche Unterstützung
werden selbstverständlich als Teil der Ressourcenerhaltung betrachtet. Das Angebot
deckt sich mit den in den Befragungen vorgetragenen Wünschen und Bedürfnissen.
Download Vortragsfolien:
PDF-Datei (1,4 MB)
Ruth Fricke fordert mehr Wahrnehmung der Bedürfnisse der Betroffenen durch
direktes Einbeziehen im Alltag. Selbstbestimmung bedeutet auch, dass die
Hilfekonzepte immer an die konkreten Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer
angepasst sein muss. Und sie weist nochmals auf die Verwendung einer Sprache
hin, die Menschen mit Psychoseerfahrung nicht ausgrenzt. Sie fordert
unabhängige Beschwerdestellen.
Ursula Thiels hat nachgefragt bei den Tagesstättenbesuchern und den
Mitarbeiterinnen. Ergebnis: Persönliche Präsenz ist ganz wichtig. Hören was wirklich
gebraucht wird. Hilfe muss flexibel und angepasst sein. Mitarbeiterinnen haben ihre
Grenzen. Balance zwischen Präsenz und Eigenständigkeit muss ständig neu
ausgependelt werden. Neue gesetzliche Regelungen fordern mehr Bürokratie, die
nicht immer nachvollziehbar ist.
Margrit Hauter kann aus dem stationären psychiatrischen Bereich berichten, dass
die Zahl der Menschen, die völlig ohne soziale und finanzielle Sicherung dort
stranden, zunimmt. Viele brauchen Unterstützung bei der Bewältigung bürokratischer
Angelegenheiten, mehr als früher. Diese Welt sei unübersichtlicher geworden.
Ulrike Villinger stellt fest, dass die Menschen in Heimen ganz am Ende der Skala
stehen. Die eigenständige Verfügung über Barmittel sei durch weitere Kürzungen
praktisch gleich null. Der derzeitige Status der Heimbewohner verletze die
Menschenwürde.
Gisela Petersen sieht aus der Sicht der Angehörigen ebenfalls verstärkte
Bürokratie, die den professionellen Helfern Zeit kostet, die dann wieder bei der
konkreten Alltagsarbeit mit den Klienten fehle. Gesetzliche Rahmenbedingungen
und Zuzahlungen schränken die finanziellen Möglichkeiten ein. Sie unterstützt die
Forderung nach unabhängigen Beschwerdestellen.
Bericht
C. v. Gatterburg
Die folgenden Bilder vermitteln Eindrücke von der Veranstaltung:
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Dr. Günther Wienberg "Gemeindepsychiatrie heute" |
... angeregte Diskussion mit Prof. Petra Gromann, Constantin v. Gatterburg und Dr. Günther Wienberg |
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Prof. Petra Gromann "Vom Flicken der Netze" |
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...was Nutzer wirklich wollen |
Dipl.-Psych. Christel Achberger ... |
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... stellt eine Nutzerbefragung vor |
Prof. Heike Dech über "Home-Treatment-Konzepte" |
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Fachgespräch mit (v. l.) Gisela Petersen, Ulrike Villinger, Ruth Fricke, Margrit Hauter und Ursula Thiels. Moderiert von Holger Heupel |
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Holger Heupel, Vorsitzender |
Dr. Klaus Becker, Vorstandsmitglied |
Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner |
Gut besuchtes trialogisches Auditorium |
Diskussion |
Gespräche in der Pause |
Klaus Laupichler berichtet von seinen Erfahrungen in der WfB und in der Nachbarschaft |
Frau Petersen nimmt aus der Sicht der Angehörigen Stellung |
© HeGSP 2008